Das Teichhuhn

Gallinule poule-d'eau ° Gallinella d'acqua
Common Moorhen ° Gallinula chloropus

Merkmale:

rotes Stirnschild, das bis auf den Schnabel reicht; weisse
Unterschwanzdecken und Flankenlinie; wippt beim Schwimmen und
im Laufen beständig mit dem Schwanz; beide Geschlechter gleich.

Die Angaben stammen aus dem Werk 'Vögel in der Schweiz'.

Das 280 Seiten umfassenden Buch ist an der Schweizerischen
Vogelwarte, 6204 Sempach, erhältlich.
Preis: Fr. 58.- zzgl. Versandkosten

Die Stimme des Teichhuhns. (Auf ►Play drücken!)

Vogelgruppe: 

Rallen 

Grösse (cm):

35

  

Brutort:

Schilf

 

Zugverhalten:

Teilzieher

Gewicht (g):

250-420

Gelege (Eier): 

4-11

Nestlingsdauer (Tage):

35-40

Brutdauer (Tage):

19-22    

Brutbestand in der Schweiz: 

1000-2000 (2004)   

Rote Liste 2001:

nicht gefährdet

Verbreitung 1996:
Anzahl Bruten:

2(3)

Nahrung:

Pflanzen und Samen

Lebensraum: 

Seen, Fliessgewässer und Feuchtgebiete 

Das Teichhuhn gehört zur Familie der Rallen und ist an vegetationsreichen Gewässern in den Niederungen recht häufig
anzutreffen. Wenn es bei Gefahr untertaucht, hält es sich wahrscheinlich unter Wasser, indem es die Luft aus dem Gefieder und den Luftsäcken presst und Wasser tritt. Nur der Schnabel ragt noch wie ein Schnorchel über die Wasseroberfläche heraus. Teichhühner nisten am liebsten im Dickicht am Rande von Tümpeln, Teichen oder Flüssen. Im Winter können sie oft leichter beobachtet werden, weil sie ihren deckungsreichen Lebensraum verlassen und auch auf Wiesen, in Parks oder an offenen Gewässern erscheinen. Sie verteidigen ihr Revier geradezu eifersüchtig. Bei ihren wilden Kämpfen im Wasser brechen sich die Männchen gelegentlich auch einen Zeh oder renken sich den Fuss aus. Wie viele Wasservögel fliegt das Teichhuhn nicht sehr kraftvoll. Nur schwer hebt es sich unter heftigem Flügelschlagen und Wassertreten vom Wasser ab. Beim Schwimmen, aber noch mehr auf dem Trockenen, bewegt es sich ruckartig und zuckt dabei mit dem Schwanz, so dass die weisse Zeichnung unter den Schwanzfedern aufleuchtet. Dank den langen Zehen kann es sich auf Schwimmblättern fortbewegen. Seine krächzenden, recht flüssigen Rufe lauten "kurruck" und "kittick". Bei der Balz richtet das Männchen sich schräg auf, stellt die Flügelspitzen fast senkrecht, zeigt im gefächerten Schwanz die weissen Unterschwanzdecken und hält den Kopf gesenkt. Stellenweise hat sich das Teichhuhn zum Kulturfolger entwickelt; es hat sich z.B. in Zoos und Parkanlagen angesiedelt und zeigt dort nur wenig Scheu vor dem Menschen.