Die Mandarinente

Canard mandarin ° Anatra mandarina
Mandarin Duck ° Aix galericulata

Merkmale:

kleine Ente mit auffälligen orangen Schmuckfedern und breitem
weissem Augenstreif; weibchen überwiegend graubraun, mit
weissem Augenring und feinem, nach hinten gezogenem Augenstreif.

Die Angaben stammen aus dem Werk 'Vögel in der Schweiz'.
Das 280 Seiten umfassenden Buch ist an der Schweizerischen
Vogelwarte, 6204 Sempach, erhältlich.
Preis: Fr. 58.- zzgl. Versandkosten

Die Stimme der Mandarinenente. (Auf ►Play drücken!)

Vogelgruppe:

Entenvögel

Gewicht (g):

400-700

Brutort:

Boden

Zugverhalten:

Standvogel

Grösse (cm):

43

Gelege (Eier):

7-12

Brutdauer (Tage):

28-31

Nestlingsdauer (Tage):

40-45

Brutbestand in der Schweiz:

5-10 (2003-2007)

Rote Liste 2001:

nicht beurteilt

Verbreitung 1996:
Anzahl Bruten:

1

Nahrung:

Pflanzen und Samen

Lebensraum:

Seen und Fliessgewässer

Die Mandarinente zählt nicht zur einheimischen Vogelwelt. Die Art wurde wegen den farbenprächtigen Männchen schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt und vor allem auf Parkteichen gehalten. Seither wird sie auch als Ziervogel gezüchtet, wobei immer wieder einzelne Tiere aus den Gehegen entkommen. Zudem wurden im 20. Jahrhundert oftmals auch Vögel ausgesetzt. Mittlerweile ist sie in England, den Niederlanden und stellenweise in
Deutschland verbreitet, doch ist das besiedelte Areal recht lückenhaft. Auch in der Schweiz wird sie zunehmend festgestellt. Ihre Schwerpunkte liegen im westlichen Mittelland sowie in der Region Genf. Ursprünglich bewohnt die Mandarinente ein kleines Areal in Südostasien, vor allem im nördlichen China und in Japan. Dort ist sie mittlerweile aber sehr selten geworden, so dass die europäischen Bestände für das langfristige Überleben der Art bedeutsam sind.
Als Brutplatz wählt die Mandarinente Höhlen in Laubbäumen, stellenweise nimmt sie auch Nistkästen an. An diesen
Lebensraum hat sie sich bestens angepasst, fliegt sie doch gewandt und rasch durch Baumkronen und landet sicher auf
Ästen. Sie kann damit eine unbesetzte Nische ausnützen und wird sich daher wohl weiter ausbreiten. Allerdings ist sie auf relativ milde Winter angewiesen, da sie meistens im Brutgebiet überwintert. Dies steht im Gegensatz zu den natürlichen Populationen in Asien, die nach Süden ziehen. Beim Erpel fallen vor allem die rostfarbenen "Segel" auf dem Rücken, der rostfarbene, verlängerte Backenbart, der helmartige Schopf und der breite weisse Überaugenstreif auf.