Fuchslöffelente

Die Fuchs-Löffelente (Anas platalea), auch Argentinische Löffelente oder Südamerikanische Löffelente genannt, ist eine Art aus der Familie der Entenvögel.

 

Systematik

 

Die Fuchs-Löffelente ist die kleinste der Löffelenten, zu denen neben der europäischen Löffelente die Australische Löffelente und die Südafrikanische Löffelente zählen. Wie diese hat auch die Löffelente einen löffelartig verbreiterten Schnabel, der sich durch die Anordnung feiner Lamellen zu einem Seihapparat entwickelt hat. Die Fuchs-Löffelente gilt unter diesen als Bindeglied zur Zimtente, da sie mit dieser einige Gemeinsamkeiten teilt.

 

Erscheinungsbild

Fuchs-Löffelenten zeigen einen ausgeprägten

Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen sind generell von

bräunlichgelber Grundfarbe und zeigen auf ihrem Gefieder

eine schwarzbraune Zeichnung. Bei den männlichen Vögel

ist dagegen der Kopf und der Hals hellbräunlich bis grau mit

einer schwarzen Strichelzeichnung gefärbt. Das

Körpergefieder dagegen ist in einem rötlichen Braun

gehalten, das gleichmässig dunkelbraun gesprenkelt ist.

 

Verbreitungsgebiet

 

Die Fuchslöffelente ist auf dem südlichen südamerikanischen Kontinent zu finden; das Verbreitungsbiet zieht sich von Buenos Aires im Norden bis nach Feuerland im Süden. Mit 8 bis 16 Brutpaaren ist die Fuchs-Löffelente auch auf den Falklandinseln vertreten und zählt damit zur Avifauna der Subantarktis. Am häufigsten ist sie in den Küstenregionen Argentiniens. Ihr Verbreitungsgebiet ist dabei nahezu identisch mit der Argentinischen Zimtente, einer Unterart der Zimtente.

 

Lebensweise

 

Während der Brutzeit leben die Vögel paarweise an brackigen und süssen Flachgewässern der offenen Landschaft. Die Nester werden in Gewässernähe auf trockenem Grund gebaut. Die Vögel brüten in der Zeit von September bis November. Das Gelege umfasst sechs bis acht cremefarbene bis grünlich gefärbte Eier. Nach 25 Tagen schlüpfen die Küken, die ihre Geschlechtsreife gegen Ende des 1. Lebensjahres erreichen. Es liegen nicht sehr viele

Freilandbeobachtungen über diese Art vor, es wird aber vermutet, dass der Erpel an der Kükenführung beteiligt ist.
Die Nahrung wird seihend aus dem Wasser aufgenommen und besteht aus Wasserpflanzenteilen sowie aus Kleinlebewesen und Algen. Der Anteil tierischer Proteine in der Nahrung überwiegt.

 

 

 

Haltung als Ziergeflügel

 

Fuchs-Löffelenten wurden erstmals im Jahre 1932 nach Europa importiert und bereits 1934 erstmals nachgezüchtet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war es vor allem der britische Wildfowl Trust, der erfolgreich diese Entenart nachzüchtete. Seit den 1960er Jahren wird diese Art sowohl von Privatzüchtern als auch von Zoos vermehrt gehalten. Dabei kann es zur Hybridisierung mit anderen Löffelentenarten kommen, wenn diese in einem Gehege gehalten werden.